Warum ich keine Sterne-Rezensionen schreibe!

Was ich denke

Ich blogge, weil es mir Spaß macht!
Ich möchte damit nichts verdienen.

Warum ich über Bücher blogge?

Nun, neben dem Lesen spiele ich auch gerne Sims – ich habe sogar mal eine Weile einen Blog gehabt, auf dem ich Bildergeschichten dazu gepostet habe. Aber auf Dauer bin ich da nicht dran geblieben.

Über Bücher allerdings kann ich immer bloggen. Ob es nun Events sind, die mit Büchern zu tun haben (Lesungen, Messen etc.) oder es darum geht, meine Meinung über ein Buch mitzuteilen, welches ich gelesen habe – da findet sich immer etwas. 😉

Dabei ändert sich die Art meiner Beiträge über Bücher auch immer mit meinen Interessen. Waren es im letzten Jahr viele Autorenvorstellungen, sind es in diesem Jahr Blogtouren.
Beide Bereiche möchte ich aus meinem Blog nicht mehr wegdenken.

Was jedoch immer wieder aktuell sein wird, sind Rezensionen. Meine Meinung über Bücher zu verfassen, die ich gelesen habe – sei es im Rahmen einer Blogtour, weil ich den Autor vorstelle oder auch einfach nur, weil ich das BUCH unbedingt lesen wollte – macht fast immer Spaß.

Ich sage, fast immer.

Denn manchmal hat man einfach keinen Nerv, eine Rezi zu verfassen. Dabei hat man gerade eine Blogtour oder möchte einen Autor vorstellen und es ist immer gut, wenn man im Vorfeld seine Meinung zum Buch geäußert hat. Der Grund dafür liegt dabei noch nicht einmal am Buch – man selbst hat gerade viel um die Ohren oder findet nicht die richtigen Worte und schon ist sie da, die Rezensionsflaute!

Einer der Gründe, warum ich auch keine reinen Rezensionsexemplare mehr annehme, denn ich möchte mich da nicht unter Druck setzen. Ich möchte, dass mir das Bloggen weiterhin Spaß macht.

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema –

  • wieso ich mich weigere, hier auf meinem Blog Sterne zu vergeben.
  • wieso es fast nur „gute“ Rezensionen gibt.

Nun, ich finde diese Bewertungen nicht sinnvoll, denn jeder empfindet ein Buch anders. Das was mir nicht gefällt, kommt beim anderen super an. Und umgekehrt. Ich habe schon in der Schule die Noten gehasst. 😉 Meine Rezensionen sind „nur“ meine Meinung über ein Buch. Absolut nicht objektiv, denn wenn einen etwas begeistert hat, dann bleibt man nicht mehr objektiv. 😉

Objektiv kann man nur bei den handwerklichen Sachen bleiben.

  • Wie ist der Text? Grammatikalisch richtig?
  • Ist der Text verständlich?
  • stimmt das Layout des Textes?

Nur, wenn diese Sachen extrem abweichen, würde ich das erwähnen.

Alles andere ist subjektiv.

  • Mag ich den Schreibstil?
  • Die Protagonisten?
  • Die Story?

Wenn ich da „eingefangen“ wurde, dann gefällt mir ganz sicher auch das Buch.

„Gute“ Rezensionen sind es bei mir meist, weil ich fast nur Bücher lese, von denen ich weiß, dass sie mir gefallen werden.

  • Entweder weil ich den Autor schon kenne und weiß, dass mir seine Bücher liegen – auch hier gibt es Bücher, die mir mal weniger gut gefallen, aber deswegen habe ich sie trotzdem sehr gerne gelesen.
    Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Das Thema war nicht meins oder ich wurde einfach nicht mit den Protas warm. 😉
  • Oder ich habe vorab schon viel über das Buch gehört, Blogtouren begleitet, Klappentext und Leseprobe gelesen und festgestellt, dass es zu mir passt.

***

Seid ich „professionell“ lese >ja, man liest anders, wenn man im Hinterkopf hat, dass man eine Rezi schreiben möchte oder das Buch in einer Blogtour bespricht<, gab es sehr wenige Bücher, die mir so gar nicht gefallen haben. Die habe ich dann aber auch nicht zu Ende gelesen. Und mich per PN mit dem Autor ausgetauscht.

Damit kommen wir zum nächsten Grund – ich kenne auch die andere Seite, da ich selbst schreibe. Daher neige ich dazu, Bücher, die mir nicht gefallen haben, nicht zu rezensieren, sondern mich auf anderer Ebene mitzuteilen.
Das ist A) für den Autor angenehmer und
B) auch für mich.
Denn in letzter Zeit ist es schon passiert, dass Autoren oder deren Leser einen Shitstorm gegen Blogger starten, nur weil diese ihre Bücher nicht mochten. So geschehen vor einigen Wochen bei einer befreundeten Bloggerin, die sogar ihre negative Meinung nur per PN mitgeteilt hat.

Allerdings sehe ich auch das Problem, dass schnell der Gedanke aufkommt, man würde nur Gefälligkeits-Rezensionen schreiben, weil es nichts negatives auf dem Blog gibt. Man wäre ein „Blümchenblogger“.

Nun, vielleicht kommen die schlechteren Rezis bei mir ja noch. Nach einem Jahr aktiven bloggens sehe ich mich selbst noch am Anfang. Ich bin noch dabei, meinen Platz in dieser großen Blogger-Welt zu finden. 😉

Immer öfter werde ich jetzt wohl auch mal meine Meinung zu bestimmten Themen äußern. 🙂

Bis dahin verfasse ich meine Rezensionen so, wie bisher. Wobei ich gerade aktuell (seid gestern) das Layout der Rezensionen verändert habe, um meinen Lesern eine gewisse Übersichtlichkeit zu bieten. So kann man gleich zum Fazit rollen oder lesen, was ich über das Buch denke. 😉
Im Anschluss findet ihr dann bei den Rezensionen auch alle anderen Beiträge zum Autor verlinkt. 😉

Mich würde jetzt eure Meinung interessieren!
Könnt ihr verstehen, warum ich es so und nicht anders mache?
Oder findet ihr meinen Denkansatz falsch?

Eulengrüße

9 Gedanken zu „Warum ich keine Sterne-Rezensionen schreibe!

    1. Liebe Silija, habe das selbe Empfinden wie du und wurde auch schon direkt mit schlechten Rezensionen einer Neiderin „belohnt“. Nun ich sehe es gelassen, denn hier will bewusst jemand schaden und mittlerweile sind es viele betroffene Autoren, nur der Vorteil fr uns: wir halten zusammen!
      Ich selbst stelle auch Bücher auf einem Blog caroregm.blogspot.de vor und lese eigentlich nur Bücher die mich interessieren und deswegen fallen meine Rezis immer gut aus, aber auch dies kann sich noch ändern, abwarten und schauen!
      Dein Artikel war großartig, du hast vielen aus dem Herzen gesprochen.
      LG Caro

  1. Wirklich interessant…. und irgendwie lustig ^^
    Ich habe genau so einen Artikel, mit nahezu den selben Inhalten und Argumenten, für meine neue „DWZW“- Reihe geschrieben. Er soll nächste Woche erscheinen, oder muss ich jetzt sagen „sollte erscheinen“? 😉 Nein, ich werde ihn natürlich trotzdem veröffentlichen, weil ich das auch für ein wichtiges Thema halte.
    Ich habe es mal mit Sternen probiert, es dann aber wieder verworfen, weil ich es für mich persönlich nicht als praktikabel ansehe. Ich habe es erst mit 5 versucht, dann mit 10, aber glücklich war ich damit immer noch nicht. Klar, auf anderen Portalen vergebe ich Sterne, aber nur weil ich muss. Wollen ist etwas anderes…

    Was ich sonst noch dazu zu sagen habe, kannst du ja dann selber nachlesen 😉

    1. Huhu!
      Ohhh, sorry – es brannte mir sehr unter den Nägeln in den letzten Tagen. 😉
      Aber je mehr es zur Sprache bringen, umso eher kann vielleicht was geändert werden – oder unsere Denkweise akzeptiert….
      Da ich dich ja abonniert habe, werde ich den Beitrag sicher nicht verpassen und ihn dann mit Sicherheit lesen und kommentieren.
      LG Silke

  2. Heyho,

    ich kann dich vollkommen verstehen, auch wenn ich Sterne für Bücher vergebe. Wobei ich mir immer sehr sehr schwer tue, wenn es mal keine 4-5 Sterne gibt. Es ist einfach schwierig die Autoren schlecht zu bewerten, da es ja tatsächlich nur meine Meinung ist. Dennoch ist es natürlich auch gerade bei Amazon und ähnlichem wichtig, damit sie höher rutschen. Eine blöde sache eigentlich ^^°

    Lieben Gruß,
    Ruby

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